B&B - POSADA
CASA LUDWIG

NATUR UND MENSCHEN

Klima

Das Klima ist feucht-gemäßigt mit ca. 3500 mm Niederschlag pro Jahr, ohne Trockenzeit. Die beste Reisezeit ist zwischen November und März, aber auch im April können noch sehr schöne Tage sein. Die Tagestemperaturen im Sommer liegen um 18ºC, aber auch heiße Tage um die 25ºC sind keine Seltenheit.
Am besten bereiten Sie sich auf Sonne und Regen, Hitze und Kälte vor, denn wahrscheinlich erleben Sie ein Mix aus allem.
Da das Wetter in Westpatagonien so schwer vorherzusagen ist, heißt es bei uns: Wenn Ihnen das Wetter nicht gefällt, warten Sie fünf Minuten.

 

Flora

Unser Regenwald besteht hauptsächlich aus Laubbäumen: verschiedene Südbuchen und Tepa, dessen Blätter an Lorbeer erinnern. Außerdem findet man Canelo (den heiligen Baum der Mapuche), den rotblühenden Ciruelillo, sehr beliebt bei Kolibris, den hartholzigen Luma, aus dem die Polizei früher ihre Schlagstöcke fabrizierte, den Arrayán mit seiner rostroten Rinde und viele andere einheimische Arten. Den Reisenden beeindrucken auch die dichten Bambusgehölze, die bis zu drei Meter hohen Farne, die viele Hänge bedecken, die Baumfarne, die enormen Nalca-Blätter (sehen Rhabarber ähnlich, sind aber nicht verwandt) und die Fuchsien-Sträucher, die den Weg säumen, sowie die Calafate, eine blaue Beere, die im Sommer reift. Überlegen Sie gut, ob Sie Calafates probieren wollen: Die Legende sagt, dass, wer davon isst, nach Patagonien zurückkehren muss!

 

Fauna

Der patagonische Urwald ist ein stiller Wald, in dem man vor allem das Rauschen des Wassers und vereinzelte Vogelrufe hört. Dabei ist er Heimat zahlreicher Tiere wie Pumas (der unseren Schafen gefährlich wird, nicht aber den Touristen), Wildkatzen und Pudús (kleinste Hirschart der Welt), oder von Vögeln wie den neugierigen Chucaos, die den Wanderer begleiten, den Tuetués, deren Warnruf er hört, Kolibris, Papageien und vielen anderen. Im Offenen leben Bandurrias (Ibisse) und Triles (Schnepfen). In Flüssen und Seen leben geschützte Arten wie der chilenische Otter, Biber und Schwarzhalsschwäne, im Meer Seelöwen und Pinguine.
Es gibt keine giftigen Insekten, und Moskitos sind praktisch inexistent. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich von leerstehenden Gebäuden fernzuhalten, denn wilde Nager können Krankheiten übertragen.

 

Bevölkerung

Auf ihren 100.000 Quadratkilometern beherbergt die Region Aisén gerade einmal 110.000 Einwohner, von denen zwei Drittel in den Städten Coyhaique und Puerto Aisén leben. Das übrige Territorium wird von der Natur beherrscht.
Was Puyuhuapi betrifft, so war unsere Bucht vor Zeiten ein Rastplatz der Chono-Indianer, die an ihren Lagerplätzen Berge von Muschelschalen (conchales) hinterließen. Dieses Volk von Kanufahrern ging im Laufe der Jahrhunderte, von den Missionsstationen der Kolonialzeit angezogen, in der Bevölkerung des nördlich gelegenen Chiloé auf. Die deutschen Siedler von 1935 stellten Landarbeiter von der Insel Chiloé ein. Diese brachten ihre Familien nach und bilden heute, mit späteren Zuwanderern aus der Gegend von Puerto Montt bis Temuco, die Mehrheit unserer Dorfbevölkerung.